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Sommario

von Christina Niederstein

 

(Versione italiana)

„Um wirklich der „Krankheit" entgegentreten zu können, müssen wir ihr außerhalb der Institutionen begegnen können, darunter versteht sich nicht nur außerhalb der psychiatrischen Institution, sondern außerhalb jeder anderen Institution deren Funktion es ist, jene, die ihr angehören in unbewegliche Rollen festzulegen, zu etikettieren und zu kodifizieren. Aber existiert wirklich ein außerhalb auf dessen Basis Handlung möglich ist, bevor uns die Institutionen zerstören?" (Franco Basaglia).

(Aus „Il problema della gestione", 1968)

Am 13. Mai 1978 wird vom italienischen Parlament das basaglianische Gesetz 180 erlassen, das die psychiatrische Assistenz reformiert."Das Elend unserer Patienten ist ein Teil des Elends der Welt. Wenn wir nein sagen zur psychiatrischen Anstalt, sagen wir nein zum Elend der Welt".(Basaglia)

Basaglia sagt, dass „eine Realität dramatisch und unterdrückend wie die der psychiatrischen Anstalt, nicht existieren kann ohne eine gewaltsame Polemik dem gegenüber, was man eliminieren will, in die Kritik integrierend die Werte, die die Existenz einer solchen Realität befürworten und am Leben erhalten, dies unser anti-institutioneller, anti-psychiatrischer (anti-spezialistischer) Diskurs, der sich nicht auf das spezifische Terrain unseres Handlungsfeldes reduzieren lässt. Die Polemik dem institutionellen System gegenüber tritt heraus aus der psychiatrischen Sphäre und erweitert sich auf die gesellschaftlichen Strukturen die diese unterstützen, und uns zu einer Kritik an der wissenschaftlichen Neutralität zwingen, die auf der Basis der herrschenden Werte handelt, um Kritik und politische Aktion zu werden. Jede wissenschaftliche Untersuchung der psychischen Krankheit ist in sich nur möglich nachdem man sämtliche Überstrukturen, ausgehend von der Gewalt des Instituts, der Gewalt der Familie bis hin zur Gewalt der Gesellschaft und aller ihrer Institutionen, eliminiert hat."

Der Kranke ist in der Gesellschaft krank geworden. An dieser Stelle muss man in Betracht ziehen, das das Leben für den Menschen in dieser Gesellschaft kaum zu leben ist. Die Gesellschaft begegnet dem Kranken mit Gewalt, aus Angst und Hass auf die Krankheit, die Verschiedenheit bedeutet (welches der Grund dafür ist, dass die Gesellschaft ihn ausschließt.), weil der Kranke die Rolle, mit der diese sich verteidigt, gefährdet, und weil die Gesellschaft einen Spielraum benötigt, um das Elend jedes einzelnen ihrer Elemente zu kompensieren. Auf diese Weise rechtfertigt diese die Ideologie des Lebens im Wohl und in der Widerspruchslosigkeit. Die Gesellschaft lehnt es ab, diese Wirklichkeit zu erkennen, die letztendlich die Realität ist, in der sich das Leben ihrer „gesunden" Mitglieder abspielt. Der Kranke wird von der Gesellschaft ausgeschlossen und trifft auf eine andere Gewalt, dieses Mal auf die Gewalt des Instituts. Dem Kranken wirklich helfen und ihn heilen, würde bedeuten, ihn zu befähigen, sich ein erneutes Mal dieser Gesellschaft gegenüber zu befinden, aber dieses Mal mit einem anderen „Gesicht". Er müsste in der Lage sein, dieser Gesellschaft dialektisch zu begegnen, zu analysieren und zu verstehen, wie das System arbeitet, um in der Lage zu sein, diesem zu widerstehen in seiner Art, den Menschen zu objektivieren und dem Individuum eine Rolle zuzuschreiben. Um auf diese Weise eine Person zu bleiben, die eine reale und wahre Beziehung zu dieser „gesunden" Welt lebt, weil vor ihren Augen die Mechanismen der Gewalt und der Macht transparent geworden sind, die frei ist, weil sie jetzt dieser Realität begegnen kann ohne vom Hass überwältigt zu werden oder ihr selbst zu verlieren. Denn jetzt ist diese ein Mensch mit einer Geschichte und einer Erfahrung, dem es gelungen ist, die Ideologie der Macht zu demaskieren und in der Widersprüchlichkeit der Realität zu leben, dieser mit seinem Willen zu begegnen.

„Die einzige Möglichkeit die uns bleibt," sagt Basaglia, „ist, die Beziehung des Kranken zu seiner Geschichte zu erhalten, die immer Geschichte ist von Machtmissbrauch und Gewalt ihm gegenüber, und offenzulegen, woher dieser Machtmissbrauch und diese Gewalt kommen. Aus diesem Grund lehnen wir es ab, die „therapeutische Gemeinschaft" als institutionelles Modell vorzuschlagen, da dies nur eine neue Technik der finalen Lösung von Konflikten bedeuten würde. Der Sinn unserer Arbeit kann sich nur in einer negativen Dimension bewegen, die in sich gemeinsam Zerstörung und Überwindung ist. Zerstörung und Überwindung, die das System von Zwang und Gefängnis der psychiatrischen Institution, jenes ideologische der Psychiatrie als Wissenschaft, übergreifen, um in den Bereich der Gewalt und des Sozialausschlusses des sozio-politischen Systems einzutreten, und zu verweigern, sich von dem was man vernichten will instrumentalisieren zu lassen".

Die Inkarnation der Macht stellt sich da in der psychiatrischen Institution und dem Diskurs über die psychische Krankheit, wie diese Macht funktioniert, sich ausdrückt und sich erhält. Die Institution schließt die Elemente der Gesellschaft aus, die keine Macht haben. Diese Situation erfordert die Existenz der Rolle. Die Rolle der Person oder der Institution die die Macht hat, und das Element (oder die Gruppe)der Gesellschaft, die sie nicht hat, und die deswegen ohne „das Recht Mensch zu sein" verbleibt, ohne das Recht zu haben, sich auszudrücken. Basaglia sagt, dass „ die psychiatrischen Institutionen keine andere Struktur aufweisen als die der custodia und wenn das nicht so wäre, würde die Intriganz des therapeutischen Aktes deutlich werden". Die custodia ist die klare Konsequenz des Ausschlusses gewisser Mitglieder der Gesellschaft, die auf diese störend wirken. Die wissenschaftliche Ideologie, die religiöse, die der custodia, die pädagogische, verbirgt die institutionelle Wirklichkeit. Um genau zu sein was die Krankheit anbetrifft, sagt Basaglia, „ das diese, als gemeinsame Bedingung aller, eine sehr verschiedene Bedeutung annimmt, je nachdem welches soziale Niveau der Kranke mitbringt, und das es das sozio-ökonomische System ist, das die Modalitäten auf einem anderen Niveau bestimmt." An dieser Stelle wird es offensichtlich, das es die Gesellschaft ist, die diverse Elemente nicht in das System integriert, weil diese Elemente die Schwächsten, die Ärmsten, die Unglücklichsten sind. Diese stellen eine Bedrohung des Systems da, weil sie die dunkle Seite des Leidens, dass sich aus dem kapitalistischen System ergibt, beleuchten, die versteckt bleiben muss, damit das System der Unterdrückung und Unterwerfung ausgehend von der Macht, gut funktioniert. Basaglia sagt, „das an dieser Stelle deutlich wird, das nicht so sehr die Krankheit im Spiel ist, wie das Fehlen des „Vertragswertes" des Kranken. Die psychiatrische Anstalt hat auf die Forderung der Gesellschaft reagiert, die störenden Elemente auszuschließen." Die Psychiatrie hat wissenschaftlich die Korrektheit des Ausschlusses bestätigt.

Basaglia hat diese institutionelle Dimension analysiert, wo die Gegenseitigkeit nicht existiert, weil die Ausgangssituation des Privilegs die Gegenseitigkeit der Begegnung nicht erlaubt. Eine Begegnung, die die soziale Realität des Ausschlusses und der Gewalt verbirgt, die, entgegengesetzt, der „Humus" sein sollte auf den sich die therapeutische Begegnung stützen müsste, ohne sich hinter antisozialen Ideologien zu verbergen, deren Objektiv es ist, die Person des Kranken zu annullieren. Die psychische Störung des Kranken ist an diesem Punkt schon seiner persönlichen Realität entfremdet und der Realität des Lebens das ihn umgibt. Dies alles findet im Inneren einer asilaren Struktur statt, die nichts mehr zu tun hat mit dem wahren Leben, weil es ihre Funktion ist, den Kranken aus dem Leben zu isolieren was eine destruktive Konsequenz für dessen Selbst hat. Dann verdammt man diesen für das Schlechte, das er repräsentiert, und die Schmerzen die er verursacht.

Basaglia sagt, dass „der Psychiater sich vor dem psychisch Kranken und dessen Krankheit verteidigt und diesem sein Werteurteil auferlegt. Der Psychiater versteht nicht die Widersprüche unserer Realität und also bleibt nichts übrig als die angestaute Aggressivität auf dem provozierenden Objekt zu entladen, das sich nicht verstehen lässt. Hier lässt sich einsehen, was die psychiatrische Wissenschaft, Ausdruck der Gesellschaft die diese anfordert, aus dem psychisch Kranken machen wollte, in einem System in dem jede Begegnung streng bestimmt wird von ökonomischen Gesetzen. Das Problem ist nicht die Krankheit an sich, sondern nur die Art der Begegnung die sich mit dem Kranken einstellt. Der Psychiater praktiziert den Ausschluss (den die Gesellschaft schon in Bewegung gesetzt hat) dem gegenüber, der sich nicht in das Spiel des Systems integriert hat. Die Norm ist kein elastisches und diskutierbares Konzept, sondern etwas Festgefügtes und strikt gebundenes an die Werte des Arztes und der Gesellschaft deren Repräsentant er ist. Man kann die Versuchung des Arztes beobachten, schnell seine Angst zu kühlen, die diese reale Begegnung mit dem Kranken ihm konstant verursacht, in der Hand die Instrumente um sich vor dem Kranken zu verteidigen und vor der Problematik von dessen Präsenz. Die Erfindung des Kranken gemäß den Parametern mit denen ihn die Wissenschaft definiert hat."

Die Psychiatrie verweigert institutionell dem Kranken sein Recht Mensch zu sein, das heißt sie erlaubt ihm nicht, „ein Körper zu sein mit der Möglichkeit sich einen eigenen Körper zu rekonstruieren, dem es möglich ist, sich die Welt dialektisch zu erschließen." (Basaglia).

Behandelt wie ein Mensch, stellt der psychisch Kranke nicht mehr eine Krankheit da, sondern eine Krise. Diese Wirklichkeit wird von der institutionellen Situation nicht angenommen, die die Subjektivität des Menschen nicht akzeptiert und seine Integrität nicht respektiert. Mit dem Verständnis der Krise hat der psychisch Kranke nicht mehr eine isolierte und absolute Krankheit, sondern ist er ein Mensch der eine gesunde Welt bedeutet, einen Körper, der sich in der Schwierigkeit befindet, sich die Welt dialektisch zu erschließen, weil er zurückgewiesen und unterdrückt wurde, und zum Objekt der Wissenschaft wurde, die ihre Regeln auf ihm angewendet hat. Ein Schicksal, dem es nicht erlaubt war sich die Welt zu erklären, eine Situation, die in sich Krankheit und Verlust von Freiheit und Leben bedeutet.

Basaglia bejaht die Beziehung zwischen Arzt und Patient, die auf Gleichheit beruht. Umgekehrt ist die Beziehung des traditionellen Psychiaters zum Patient eine Begegnung zwischen dem Arzt, der im Namen der wissenschaftlichen Ideologie agiert, und dem Patient, der unter Kontrolle ist (einer sozialen Kontrolle). Diese Situation erlaubt es dem Kranken nicht, seine Subjektivität wiederzuerlangen, sondern bestimmt ihn zu widerspruchsloser Anpassung an die generelle Situation des Systems, um ihm den kritischen Charakter zu nehmen, den er gegenüber der Gesellschaft hat.

Diese Situation ist Ursache für psychische Krankheit, weil sie Rückbildung bedeutet. Krankheit verursacht durch Macht die unterdrückt, und das Auslöschen der Person des Kranken. Der Psychiater kontrolliert auf diese Weise technisch die Reaktionen des Kranken ihm gegenüber in seiner Rolle als der, der ausschließt.

„Nur die Autorität kann ähnliche Schäden verursachen: das Auslöschen des Kranken. In der Beziehung wählt man entweder die Freiheit des Menschen (also den Widerstand, den er entgegensetzen könnte), oder das „gute Funktionieren" der Behandlung", sagt Basaglia. Im ersten Fall ist die Ideologie demaskiert, die die soziale Position des Instituts rechtfertigt, gegenüber der Wirklichkeit der Funktion der Macht und der sozialen Widersprüche, die sich hinter dem diskriminierenden Urteil gegenüber den ausgeschlossenen Elementen der Gesellschaft verstecken. Diese Demaskierung der Ideologie würde automatisch in den Diskurs zwischen den Parteien eintreten, weil der Kranke in die Beziehung Elemente integriert, die dazu dienen, die Wirklichkeit der Situation des sozialen Ausschlusses, der Gewalt des Instituts und der Gewalt, die ihm die Gesellschaft entgegengebracht hat, zu beleuchten. An diesem Punkt angekommen, verändert sich die Beziehung zwischen dem Kranken und dem Arzt, weil man beginnt, die Institution von innen zu sehen, als das, was sie wirklich ist, und auf welcher Situation ihre Permanenz an der Macht basiert..

„Der Kranke tritt in die Anstalt ein als Person um eine Sache zu werden. Wir sind hier um zu vergessen, das wir Psychiater sind, um zu erinnern, das wir Personen sind." (Franco Basaglia)

Nach ungefähr dreißig Jahren nach dem Erlass des Gesetzes Basaglias, hat sich der Diskurs um die mitmenschlichen Beziehungen, die Liebe, Verständnis und Gleichheit erfordern, die kreativ sind wenn Bewusstsein da ist, nicht realisiert: Was die Objektivierung mit Menschen macht, sieht man, wenn man anschaut, in welcher Situation die Immigranten, die Süchtigen, die Obdachlosen, die, die die Gesellschaft an den Rand gedrängt hat, leben. Zum Vorteil der Macht, (der Etikettierung, des diskriminierenden Vorurteils, des Sozialausschlusses), bieten die Techniker und die Gesellschaft Antworten, die ihnen selbst nützen, aber nicht den Kranken oder anderen Ausgeschlossenen. Sie erlauben keinen freien Ausdruck der Subjektivität. Dies bedeutet, sagt Basaglia, „das es der Arzt ist, der eine Objektivität braucht, um seine eigene Subjektivität zu bestätigen; so wie unsere Gesellschaft einen „Raum" braucht um sich „zu entladen", um sich der Realität der eigenen Widersprüchlichkeit zu entbinden und diese zu verstecken."

Basaglia sagt, „das der Psychiater, die Wissenschaft, die Gesellschaft sich praktisch vor dem psychisch Kranken und dem Problem seiner Präsenz zwischen uns verteidigt haben: Einem Kranken gegenüber, der bereits der Gewalttätigkeit der Familie, des Arbeitsplatzes und der Armut ausgesetzt ist, waren wir die Machthaber, und unsere Verteidigung vor ihm hat sich unweigerlich in eine Beleidigung ohne Maß verwandelt, die Gewalt vergrößernd die wir weiterhin im Gegenüber mit dem Kranken praktizieren hinter dem Schleier der Heuchelei der Notwendigkeit und der Therapien. Die Gesellschaft, die sich verteidigt vor dem was Angst macht, hat immer den Organisationen, die sie mit der Behandlung der psychisch Kranken beauftragt hat, dies System von Normen, Begrenzungen und Rollen auferlegt, außerhalb derer sie keine Existenz erlaubt."

Der Sozialausschluss ist die Folge ungelebten Lebens, Leidens, das sich nicht beruhigt hat, weil es nicht möglich war, in einer Gesellschaft solcher Begrenzungen und solcher Gewalt zu leben, welche Individualität erstickt und Freiheit zerstört, unter der Doktrin des kapitalistischen Systems der dominierenden Klasse.

Basaglia sagt, das die Intersubjektivität im Verhältnis zwischen Arzt und Patient erfordert, das der Therapeut frei von jedem Vorurteil oder jeglicher vorformulierter Antwort ist, wenn er mit der kranken Person zusammentrifft, um Etikettierung und Objektivierung auszuschließen. Um keinen Raum für die Rolle im Verhältnis zu lassen, die Rolle, die verteidigt im Zusammentreffen und die Macht, die stigmatisiert. Der Respekt gegenüber dem psychologischen Problem der Person (die Diagnose drückt nicht den Wert des Leidens der Person aus) und der freie Ausdruck des Kranken befindet sich im Kontrast zu der wissenschaftlichen Diagnose und der Statistik. Nach Basaglia ist für den Arzt die Kenntnis der besonderen Lebensumstände der Person, die sozialen, familiären, der Arbeit , wichtig, weil diese dazu dient, die Person, mit der dieser in Kontakt tritt, kennenzulernen, um zu vermeiden, das sich eine abstrakte, diagnostische Beziehung zum Kranken entwickelt, um eine Kenntnis von dem Kontext seiner Lebensumständen zu haben, von einem Menschen, der Schwierigkeiten in der Außenwelt hat.

Die Begegnung zwischen Arzt, Staff und Patient könnte eine Begegnung sein, die neue Türen öffnet, beitragend zum Verständnis und der Kenntnis, beinhaltend die Möglichkeit zu Beziehungen und der Möglichkeit eine Situation gemeinsam zu erleben, der Gleichheit, des Austausches, der Akzeptanz und des Respektes. Immer können die leidvollen Erfahrungen der Kranken, ihre persönliche Erfahrung mit dem Leben in dieser kaum zu lebenden Gesellschaft, dass sie ausgeschlossen wurden weil sie mit dem Spiel des Systems nicht mitgehalten haben, Schlüsselelemente des Austausches sein für dieses Zusammentreffen, welches auch ihren natürlichen Bezug zu der Welt um sie herum, der Gesellschaft, beinhaltet. Dies gibt der Periode der Präsenz im Krankenhaus, die sie teilen, einen Sinn. Weil, wenn einmal diese Realität vor den Augen der Kranken transparent wird, können diese eine Geschichte haben, in einer Beziehung zur Realität leben. Einen Kontakt den die Gesellschaft nicht lebt, weil sie blind für die gesellschaftlichen Widersprüche ist, und nur deren Wahrnehmung das Ausbreiten von Ideologien der Macht verhindern kann. Oft sind die Kranken kronisch, weil die Situation des Instituts keinen therapeutischen Wert hat. Die Situation der Entpersonalisierung (im Zusammentreffen fehlt der zweite Pol, der des Kranken) und der Entkontextualisierung (die wissenschaftliche Ideologie versteckt die Realität vor dem Kranken indem sie ihm glaubhaft macht, das seine Krankheit nicht menschlich und nicht rational ist, bis der Kranke vollkommen den Kontakt zu sich selbst verliert) der psychiatrischen Anstalt hat die Zerstörung des Selbst des Kranken zur Konsequenz, was dem Kranken nicht erlaubt, einen Kontakt zu sich selbst und der Welt um ihn herum zu haben.

Basaglia fragt nach einer Beziehung die frei ist von jeder Vorherrschaft des einen über den anderen. Karl Marx sagt: „Künstler ist derjenige, der aus seiner Umgebung heraustritt und seine Rolle neu formuliert in Beziehung zu den anderen." Ich möchte mich an diesem Punkt auch auf Foucault beziehen, mit dem sich Basaglia über die Krankheit und das Zusammenleben mit der sogenannten Vernunft befragt hat, wo der Kranke Teil der Wahrheit ist und diese Teil von ihm, bevor er in der Anstalt eingesperrt wird mit der Diagnose psychische Krankheit." Basaglia sieht, das „der phänomenologische Gedanke, trotz seiner verzweifelten Suche nach der Subjektivität des Menschen, es nicht geschafft hat, diesen aus dem Terrain der Objektivierung zu befreien, in der er sich befindet."

Franca Basaglia, die Ehefrau Franco Basaglias, sagt, „den Konflikt, den jedes Subjekt produziert, zu akzeptieren, ohne sich durch interpretative Schemen zu verteidigen, die bereits Dogmen sind, und, dass, indem das Risiko der Freiheit des Kranken akzeptiert wird, es möglich wird, dessen Krankheit zu begegnen, indem man jeden Ausdruck derselbigen akzeptiert, um den Konflikt auf ein anderes Niveau zu heben. (Wenn der Konflikt sich löst, ist es immer der Schwächere der auf die Knie fällt). Es bleiben Leiden, Probleme und Unangepasstheiten, aber mit einem menschlichen Aspekt. Sie erklärt, das in der Akzeptanz des anderen und in dem Konflikt, der daherrührt, immer das Risiko eines Verlustes des Selbst besteht, wenn die Rolle einen nicht verteidigt, einen nicht bestätigt. Aber es ist dieses Zurücklassen der Rolle, das es ermöglicht, sich auf ein höheres Niveau zu begeben, das mehr verständlich und mehr teilbar für beide Pole ist. Die Aktion, reale und metaphorische Mauern und Gitter und strenge Kodifizierungen zu entfernen, hat tatsächlich den Respekt der Rechte der gesunden und kranken Person gefordert, und die Konfrontation der eigenen Disziplin mit diesem Recht: dies für sich fordert es, den Konflikt auszuhalten zu können, den diese Begegnung produziert, ohne diesen auszulöschen."

Wenn wir uns befragen, welches die Dinge sind, die der Kranke denkt und fühlt, die wir noch nicht kennengelernt haben, könnte sich auf dieser Basis ein anderes, einzigartiges Verhältnis mit ihm ergeben, ohne generalisierende, traditionelle bereits stabilisierte Diagnosen anzuwenden, die schon Dogmen geworden sind. Dies, um den Kontakt von Vorurteilen, vom Privileg und von der Klassifizierung zu befreien.

Die Unterwerfung und Vernichtung der Person, mit der die psychiatrische Institution ihren Opfern begegnet, lässt den Kranken seine Freiheit definitiv verlieren. Während die Krankheit ihn bereits in die Unsicherheit führt, unter den Bedingungen des Lebens in der Anstalt verliert er diese Freiheit vollkommen. Er verliert sie und seine Würde, weil es ihm nicht erlaubt ist, Mensch zu sein. Jeder Protest von Seiten des Kranken, was dessen Verhältnis zu der Institution betrifft, wird als Ausdruck der Krankheit ausgelegt. Die Institution, indem sie unterwirft, hält das Individuum in einer Situation, die es diesem nicht gestattet, Bewusstsein was die Realität der Anstalt anbetrifft, zu erlangen.

Basaglia erklärt, das, „wenn der therapeutische Akt darin besteht, dem Kranken das Wissen um seinen Ausschluss vorzuenthalten, der sich angefangen bewegt um die spezifische Sphäre der Verfolgung (von Seiten der Familie, die ihre angestaute Aggressivität und ihre Frustration an dem Schwächsten auslässt, von den Nächsten, vom Krankenhaus), und im nächsten Schritt in eine globale Situation eintritt (das Bewusstsein, von einer Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, die ihn wirklich nicht will) , bleibt uns nichts übrig, als den therapeutischen Akt zurückzuweisen, der an diesem Punkt angelangt lediglich die Reaktionen des Ausgeschlossenen in Konfrontation mit seinem Ausschließenden zu mildern hat." Basaglia erklärt, das „der neue Sozialpsychiater, der Psychotherapeut, der Sozialassistent, der Fabrikpsychologe, der Industriesoziologe etc., nichts anderes sind, als die neuen Administratoren der Gewalt und der Macht im dem Masse im dem sie den Widerspruch aufweichen und die Resistenz auflösen, die Konflikte lösend, die ihre Institutionen provoziert haben, machen sie nichts anderes, als mit Hilfe ihrer technischen Aktion, die scheinbar repariert und nicht gewalttätig ist, die globale Gewalt weiterzutreiben. Ihre Aufgabe, die therapeutisch-orientativ beschrieben wird, ist es, die Individuen anzupassen daran, ihre Lage, „Objekte der Gewalt" zu sein, zu akzeptieren, offensichtlich wird als einzige Realität jenen zugemessen, Objekte der Gewalt zu sein, abgesehen von diversen Modalitäten der Anpassung, die diese annehmen können."

An diesem Punkt angelangt, haben wir alle keine Stimme mehr außerhalb dessen, was das System erlaubt. Der Mensch ist von der Macht unterworfen und garantiert auf diese Weise die Permanenz dieser Macht, weil er nicht rebelliert, nicht versteht, das das, was man ihm sagt, gesagt wird, um Widerstand auszuschließen, um zu verhindern, das transparent wird, wie das System funktioniert, um die Wirklichkeit der Funktion der Macht zu verstecken. Man versucht zu verhindern, das sich soziale Veränderungen einstellen, und auf diese Weise verewigen sich Gewalt und Macht global. Man akzeptiert seine Rolle, die, die das System auferlegt, und verliert jede Möglichkeit eines Denkens und eines Verhaltens, das nicht den Forderungen des Systems entspricht, man wird Sklave des Systems, welches jedes persönliche Verhalten, jeden individuellen Ausdruck außerhalb seiner Gesetze, eliminieren will und muss, um seine Permanenz zu garantieren. Basaglia lehnt den therapeutischen Akt als Lösung sozialer Konflikte ab, welche nicht überwunden werden können mittels der Anpassung derer, die unter diesen leiden.

Basaglia sagt, das, „um den Institutionalisierten zu rehabilitieren, der in unseren Asylen vegetiert, es wichtiger ist, das wir uns zwingen, in diesem ein Gefühl der Opposition der Macht gegenüber zu erwecken, die ihn bis zu diesem Zeitpunkt bestimmt hat und institutionalisiert hat. Beim Erwachen dieses Gefühls, füllt sich die emotionale Leere, in der der Kranke jahrelang gelebt hat, wieder mit den persönlichen Kräften der Reaktion, des Konflikts, der Aggressivität, und nur so ist es möglich, dessen Rehabilitierung zu erreichen. Dann würde sich die persönliche Aggressivität in einer Aktion offener Gegenüberstellung mit dem Realen lösen, das der Kranke nun ablehnt, nicht mehr als Akt der Krankheit, sondern weil es sich wirklich um eine Realität handelt, in der kein Mensch leben kann."

Der Psychiater kontrolliert den Kranken mittels des Kriteriums der Werte der Norm, Werte, die dieser mit der dominierenden Klasse der Gesellschaft teilt, die das System verteidigt und repräsentiert. Man erkennt keine Besonderheit der Gruppe an.

Man „glaubt" an die Medikamente, um das institutionelle Verhalten zu verteidigen, man rechtfertigt die Medikamente, um die Notwendigkeit der Behandlung zu garantieren. „Der Arzt beruhigt mittels der Medikamente die er verschreibt, seine Furcht vor dem Kranken, mit dem er in kein Verhältnis eintreten kann und mit dem er keine gemeinsame Sprache finden kann. Er kompensiert also in einer neuen Form der Gewalt seine Unfähigkeit eine Situation zu bewältigen, die er immer noch als unverständlich beurteilt, und fährt weiterhin fort, die medizinische Ideologie der Objektivierung anzuwenden, mittels einer Perfektionierung derselben." (Basaglia)

„Wir, die wir seinen Tod überlebt haben, wissen, das es nicht genügt, die psychiatrische Anstalt zu schließen und den ausgebrannten Leben innerhalb seiner Mauern ein Ende zu bereiten, leiser Holocaust vorgenommen im Namen der Wissenschaft." (Galimberti). Da ist die Macht, die die Gesellschaft über den Kranken ausübt, welche diesen identifiziert mit Krankheit für die es keinen Kontext gibt, um sich auf diese Weise der Verantwortung zu entziehen was die Weise anbetrifft, in der sie lebt, denkt und handelt. Basaglia sagt, das, „ die Objektivierung im Innern des Verhältnisses zwischen dem Kranken und dem Arzt liegt, also im Innern des Verhältnisses zwischen dem Kranken und der Gesellschaft, die den Arzt mit der Behandlung und der Aufbewahrung der Person beauftragt." An dieser Stelle möchte ich betonen, das es das Ziel des Gesetzes 180 war, die professionelle und institutionelle Verantwortung für den Schutz der Gesellschaft vor der angenommenen oder realen Gefährlichkeit der Krankheit auf den Schutz des Kranken in dieser Gesellschaft zu verschieben.

Die Gesellschaft in der wir leben ist keine Gemeinschaft, die alle ihre Mitglieder in sich aufnimmt, um Schwierigkeiten gemeinsam zu bewältigen. Anstelle der Integration und der solidarischen Verantwortung existieren Sozialausschluss und Diskriminierung. Es regiert die Macht des Staates und seiner Institutionen, der Metaphysik der Religionen, des einen über den anderen, also die Macht und die Gewalt. Basaglia sagt, das „die Gewalt und der Ausschluss sich an der Wurzel jeder Beziehung, die sich in unserer Gesellschaft ergibt, befinden. Die Gesellschaft erweitert die Macht auf die Techniker, die diese in ihrem Namen weiterführen, und fortfahren, durch die Kreation neuer Formen der Gewalt, neue Ausgeschlossene zu schaffen: die technische Gewalt:"

Die Anstalt ist eine Macht, die kritische Elemente der Gesellschaft ausschließt, die, die denken machen, weil sie sensible und leidende Elemente sind. Basaglia sagt, „das sich technisch neue Formen der Abweichung finden, bis heute angenommen in der Norm, welche die Wissenschaft kreiert hat, um sich zu verteidigen."

Die psychiatrische Wissenschaft konstruiert sich auf der Unterdrückung und auf der Distanz gegenüber dem kontextabhaengigen Leiden. Auf diese Weise kann man im alten System verbleiben mit stabilisierter Macht, Kapitalismus und Gewalt, mit sauberen Händen. Basaglia sagt: „Ich glaube, das eine der Hauptmöglichkeiten der Vorbeugung der psychischen Krankheit ist, gegen das Elend zu kämpfen." „Dennoch", sagt Basaglia, „wenn die Krankheit mit, wie in der Mehrheit der Fälle, sozio-ambientalen Faktoren verbunden ist, eine Gesellschaft, die sich nicht um den Menschen und seine Bedürfnisse kümmert, kann die Lösung eines so schlimmen Problems nur in einer sozio-ökonomischen Veränderung der Situation liegen, einer solchen, die auch die graduelle Aufnahme der Elemente bedeutet, die nicht stark genug waren, die das Spiel nicht mitgespielt haben."

Wenn die Gesellschaft mit der psychischen Krankheit konfrontiert ist, weigert sie sich zu sehen, das sie sich gegenüber einer Person und einer Krankheit befindet, sie stigmatisiert diese, und betrachtet sie eine Ausnahme von der Regel, ein Versagen ohne Kontext, um ihre Werte zu verteidigen.

Basaglia sagt, „das die Gewalt, auf der sich eine repressive und kompetitive Gesellschaft gründet, die ist, mit der der psychisch gestörte attackiert wird und schnell abgewiesen wird."

Wenn man sich beschränkt auf die Konzepte krank und gesund, eine exklusive Methode, verliert man aus den Augen, dass die Krise fundamental subjektiv und kontextbezogen ist. Die Krankheit kann keine Erklärung, Rechtfertigung für den individuellen oder kollektiven Kontext sein. Das würde bedeuten, das alle Menschen dieser Gesellschaft in die Situation der Rolle fallen. Hier wird deutlich, das die Funktion der Rolle und die Unfähigkeit aus ihr herauszutreten, keine individuelle Freiheit mehr erlaubt und diese zerstört, diese der Autorität des Systems unterwirft. Basaglia wollte genau dies, „die Abschaffung der normativen Unterscheidung gesund/krank der positivistischen Psychiatrie, denn „jeder existentiellen Erfahrung gehört die Möglichkeit sich auszudrücken." Aber die Gesellschaft will weiter in diesem Wohl leben ohne Störungen. Deswegen wählt sie und benötigt sie ein System, dass sich auf der Fülle gründet und den „Hunger" ablehnt, wie das kapitalistische System der Produktion.

Basaglia sagt, „dass die Gesellschaft Bereiche der Kompensation braucht, um in einer Objektivierung einen Teil der eigenen Subjektivität zu negieren oder festzumachen."

Basaglia erklärt, „das der Internierte des psychiatrischen Krankenhauses, weil er sozio-ökonomisch unbedeutend ist, Objekt einer originären Gewalt ist, der Gewalt unseren Sozialsystems. Ein Mensch ohne soziale, ökonomische, vertragliche Macht, gegen den die Gesellschaft Gewalt angewendet hat und weiterhin Gewalt anwendet, um diesen zu reduzieren bis er a-problematisch und widerspruchslos ist, um die Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft zu maskieren."

„Die Verrücktheit ist eine menschliche Kondition. In uns existiert die Verrücktheit und ist präsent so wie die Vernunft. Das Problem ist, dass die Gesellschaft, um sich zivil nennen zu können, genauso die Vernunft akzeptieren müsste, wie die Verrücktheit, anstatt dessen beauftragt sie eine Wissenschaft, die Psychiatrie, die Verrücktheit in Krankheit zu übersetzen, mit dem Ziel diese zu eliminieren. Hier hat die psychiatrische Anstalt ihren Existenzgrund. Aus dem Irrationalen das Rationale zu machen", sagt Basaglia.

Was war der Horror, den Basaglia in den psychiatrischen Anstalten sah: Tore, Gitter, Türen und Fenster immer geschlossen, Ketten, Schlösser für Ketten und Türschlösser, Fixierung im Bett, Zwangsjacken, kaltes Bad, Elektroschock, Lobotomie. Das Gesetz Basaglias hat die psychiatrische Anstalt abgeschafft, sowie die obligatorische Behandlung und das traditionelle Konzept der psychischen Krankheit, die jetzt als eine Krankheit betrachtet wird wie alle anderen.

In dem System des psychiatrischen Eingriffs von Basaglia musste es die kranke Person sein, die die Behandlung erfragt, um so frei zu sein und Würde zu haben.

Auf diese Weise wurde mit Basaglia die Macht der psychiatrischen Institution und die des Diskurses über die mentale Krankheit, abgeschafft, sowie die Macht, die die Gesellschaft gegenüber der Psyche hatte.

Die Befreiung des Menschen von einer institutionellen Autorität repräsentiert den Antagonismus gegenüber der Unterdrückung, dem staatlichen System des Kapitalismus und bedeutet eine Analyse der Mächte und deren Sprache und den Kampf für die Emanzipation. Eine soziale Ethik die alle befreien will, weil sie Macht eliminiert, hier die der institutionellen, traditionellen psychiatrischen Assistenz, die reaktionär ist und Quelle von Rückbildung, Krankheit und Elend. „Um geheilt zu werden, muss die mentale Krankheit aus der Welt enthoben werden, in der sie ihren Ursprung hat." (Basaglia)

Die Gesellschaft von der Gewalt der unterwerfenden Macht zu befreien hilft, den Kontakt des Individuums zu seinen Wurzeln herzustellen. Aus diesem Grund könnte die Befreiung von der institutionellen Macht eine neue Erfahrung von Freiheit für alle verursachen. Diese neue soziale Situation könnte eine Annäherung an die Vorbeugung der psychischen Krankheit darstellen, weil sie dem sozialen Elend ein Ende setzen könnte und dem Egoismus, der das Bild von der widerspruchsfreien Gesellschaft kreiert hatte. Dies würde dazu beitragen, das Angesicht der Macht zu entblössen, was zu einem größeren Bewusstsein aller führen würde, was die soziale Realität anbetrifft.

Anstelle der permanenten Strukturen nach Basaglia müsste es Heilungen auf dem Territorium geben. Dies damit der Kranke eine bessere Beziehung zur Realität hat und um eine größere Integration dessen von Seiten der Gesellschaft zu erreichen. Um der Gesellschaft das Thema der Verrücktheit wiederzugeben. Basaglia fragt sich, „was geschehen würde, wenn noch einmal die Internierung im Krankenhaus von einem Gesetz begleitet würde, das die Aufhebung der Rechte der Person autorisiert im Namen der Behandlung, die Isolation aus dem Leben im Namen des Schutzes vor wem? Der öffentlichen Ordnung?"

„Die psychischen Krankheiten sind ein politisches, weil ein soziales Problem", sagt Basaglia. „...Wenn also die asilare Situation Strukturen aufgewiesen hat, die sich als substanziell anti-therapeutisch erwiesen haben, eine Änderung, die nicht von internen Geburtsschmerzen begleitet wird die diese an der Basis in Diskussion stellen, würde vollkommen oberflächlich und formal. Das, was sich als anti-therapeutisch und zerstörerisch in den psychiatrischen Institutionen erwiesen hat, ist keine partikulare Technik oder ein einzelnes Instrument, sondern die gesamte Krankenhausorganisation, die, besorgt wie sie ist, was die Effizienz des Systems anbetrifft, unvermeidlich vor ihren Augen den Kranken objektiviert hat, welcher das einzige Ziel ihrer Existenz sein sollte. Da es nicht mehr möglich ist, den psychisch Kranken als ein Problem auszuschließen, versucht man jetzt tatsächlich ihn in diese Gesellschaft zu integrieren, mit all der Angst und den Vorurteilen diesem gegenüber, die jenen immer charakterisiert haben, mittels eines Systems von Institutionen, das in gewisser Weise die Gesellschaft schont vor der Andersheit, die der Kranken weiterhin repräsentiert. Jetzt gibt es zwei Straßen, denen man folgen kann: entweder entscheiden wir uns diesem ins Gesicht zu sehen ohne weiterhin zu versuchen in ihn das Schlechte zu projizieren von dem wir nicht berührt werden wollen und ihn als ein Problem zu betrachten, das Teil unserer Realität sein muss und sich also nicht umgehen lässt, oder wir beeilen uns, wie unsere Gesellschaft bereits zu tun versucht, unsere Angst zu beruhigen, indem wir ein neues Diaphragma errichten, welches die Distanz, kaum überwunden, zwischen uns und ihm vergrößert, und errichten schnell ein wunderschönes Krankenhaus."

„Also, im ersten Fall", erklärt Basaglia, „kann das Problem sich nicht nur innerhalb der engen Grenzen der Wissenschaft bewegen, wie der Psychiatrie, die das Objekt ihrer Forschung nicht kennt; also wird es ein generelles Problem, welches einen mehr spezifisch politischen Charakter hat, damit ist gemeint, welches Verhältnis die aktuelle Gesellschaft einnehmen möchte oder nicht, gegenüber einem Teil ihrer Glieder..." Die Operation Basaglias war es, die institutionelle Anstalt zu schließen und die Behandlung in den generellen Krankenhäusern einzuführen, um die kranke Person in das Leben zu integrieren, woher sie kommt und dem sie angehört.

Die organistische Psychiatrie sieht in der psychischen Krankheit eine Gehirnkrankheit und attackiert das Gesetz 180. Die Konservativen schließen es aus, das das sozio-politische-ökonomische System Anstaltsopfer schafft.

Die Konservativen wollen die obligatorische sanitäre Behandlung und permanente residenzielle Strukturen.

Basaglia sagt, dass „um gegen die Ergebnisse einer ideologischen Wissenschaft zu kämpfen, man auch kämpfen muss, um das System zu ändern, indem man versucht, sich ideologisch als eine Gesellschaft ohne Widersprüche zu erkennen. Um nach und nach das Angesicht des Kranken wiederherzustellen, so wie es sein müsste, bevor die Gesellschaft mit ihren zahlreichen Akten des Ausschlusses und das Institut von dieser erfunden auf ihn einwirken mit ihrer negativen Gewalt.

Basaglia sagt, das „die Konstitution eines Krankenhauskomplexes, das kommunitarisch errichtet ist, auf Vorsätzen basiert die darauf ausgerichtet sind das Autoritätsprinzip zu zerstören, dies jedoch kreiert eine Situation, die sich absetzt von der Realitätsebene auf der die aktuelle Gesellschaft lebt. Aus diesem Grund kann eine Situation solcher Angespanntheit nur erhalten werden, wenn der Psychiater radikal Position bezieht, aus seiner Rolle heraustritt, und sich in einer Aktion konkretisiert, die die Hierarchie der Werte, auf der die traditionelle Psychiatrie basiert, zerstört. Dies verlangt wiederum, das wir uns aus unseren Rollen herausbewegen, um als Person zu riskieren, um einen Beginn zu versuchen, der, wenn er auch bereits den Samen zukünftiger Fehler in sich trägt, uns jedoch im Moment hilft, diese kristallisierte Situation zu brechen, ohne abzuwarten, das es nur die Gesetze sind, die unsere Aktionen bestimmen...(Die institutionellen Regeln sind errichtet um das, was im einzelnen an Persönlichkeit bleibt, zu vernichten, um das „gute Funktionieren" und die generelle Organisation zu retten.) Die therapeutische Gemeinschaft, so verstanden, kann nur in Opposition zu der sozialen Realität stehen, in der man lebt, weil diese auf Vorsätzen basiert, die das Autoritätsprinzip zerstören wollen in dem Versuch eine kommunitarisch - therapeutische Organisation zu programmieren und sich so in genaue Antithese stellt zu den informatorischen Prinzipien einer Gesellschaft, die bereits mit den Regeln identifiziert ist, entgegengesetzt jeder möglichen individuellen Handlung, und sich in einer anonymen, unpersönlichen, konformistischen Dimension bewegt."

„Die therapeutische Gemeinschaft: Kranke, Krankenpfleger und Ärzte sind vereint in einer totalen Aufgabe, in der die Widersprüche der Realität den Humus bilden, von dem ausgehend sich die gegenseitige therapeutische Aktion vollzieht, in der gebrochen wird mit der Situation der Kristallisierung der Rollen."

„Dialektisch die Widersprüche des Realen zu leben ist also der therapeutische Aspekt unserer Arbeit. In der therapeutischen Gemeinschaft werden der Machtmissbrauch und die Technik des Sündenbocks dialektisch diskutiert. In die Dialektik mit eingeschlossen ist die Alternative. Wenn der Kranke keine Alternative hat, findet er sich eingeschlossen in dem psychiatrischen Terrain und in der Welt draußen, von der es ihm nicht gelungen war, deren Widersprüchen dialektisch zu begegnen, weswegen er in die psychotische Produktion flüchtete, in das Delirium, wo weder Widerspruch noch Dialektik ist." (Basaglia)

„Der psychisch Kranke ist ein Ausgeschlossener, der, in einer Gesellschaft wie der aktuellen, sich nie demgegenüber, der ihn ausschließt, widersetzen kann, weil jede seiner Handlungen sowieso schon umschrieben und definiert ist als Ausdruck der Krankheit. Nur der Psychiater, in seiner doppelten Rolle als Arzt und sozial, ist in der Lage dem Kranken zu erklären, was die Krankheit ist, und was die Gesellschaft ihm angetan hat, ihn von sich auszuschließen," sagt Basaglia.

Basaglia versuchte, die Einstellung zu bekämpfen, die den Misserfolg der Begegnung mit dem anderen rechtfertigt aufgrund der Unverständlichgkeit des letzteren, der aus diesem Grund „einzureihen ist in die Zahl der Ausgeschlossenen von Seiten der Psychiatrie." (Basaglia)

Basaglia bekämpft das Bild des psychiatrisch Kranken als gefährlich für die Gesellschaft, er reiht die Psychiatrie wieder in den Bereich der Medizin ein. Die Tatsache, dass die Gesellschaft den psychiatrischen Patienten gefährlich findet, nennt Basaglia „eine Ideenkrise, die einhergeht mit einer Kultur, die sich in unserem Land ausbreitet. (die Diskriminierung der Immigranten, des soziale Randes)."

Die Spaltung der Psyche der Menschen findet statt über die Aktion der Wissenschaft, der objektivierenden Macht, die ideologisch ausschließt, über die technische Macht des Arztes. Mit der Autorisierung der Wissenschaft, das Thema der mentalen Krankheit im Geist der „gesunden" Personen zu lösen: die psychiatrische Anstalt hat hier ihren Ursprung. Basaglia sagt, das „es die Dynamik der Macht ist, die Ursprung von Rückbildung, Krankheit, Ausschluss und Institutionalisierung auf allen Ebenen ist."

In Asylum, dem Buch von Erwin Goffman, von Franco Basaglia 1968 übersetzt bei Einaudi, erklärt Goffman, das für das Selbst des Patienten dessen Aufenthalt in der psychiatrischen Institution unter den Lebensbedingungen in der psychiatrischen Anstalt schlimme Konsequenzen hat.

Der psychisch Kranke hat in der Anstalt keine Möglichkeit, einen Teil von sich herüberzuretten, heraus aus dem Kontext der Aktion der Institution an ihm. Es fehlt Raum, der es ihm ermöglicht, eine gewisse individuelle psychische Stabilität sich zu erhalten, die nicht von der Institution geopfert wird, welche das gesamte Sein des Patienten unter Bedingungen der autoritären absoluten Behandlung hält. Deshalb weisen die psychischen Patienten Ausdrücke der Distanz zum Selbst auf des psychotischen Typs.

Goffman unterstreicht, das „im psychiatrischen Krankenhaus die Staff mit den Polizisten die komische professionelle Aufgabe teilt, Erwachsene zu erziehen und zu moralisieren. Die Notwendigkeit, sich diesen Lektionen zu unterwerfen, ist eine der Konsequenzen der Tatsache, Aktionen gegen die soziale Ordnung der Gemeinschaft begangen zu haben." Um die Situation, in der Anstalt eingesperrt zu sein, auszuhalten, oder um von dort wegzugehen, muss der Kranke die Rolle der Staff akzeptieren.

Nach Goffman „existieren die psychiatrischen Krankenhäuser weil es einen Markt für sie gibt, wenn diese psychiatrischen Krankenhäuser nicht mehr da wären, würden Psychiater, Polizei und Verwandte nach neuen fragen."

Die Rechtfertigung der Existenz des psychiatrischen Krankenhauses ist, nach Goffman, die Präsenz des Patienten im Krankenhaus: „das Zeugnis, das er krank ist." „Man muss ein Verbrechen finden, dass sich an die Bestrafung anpasst, und die Natur des Eingesperrten konstruieren, so das sich diese an das Verbrechen anpasst."(Goffman)

Goffman sagt, „das die Mauern des Instituts wie ein Prisma agieren, das vergrößert und beschuldigt, und das aus diesem Grund das psychiatrische Krankenhaus der Ort ist, der am wenigsten geeignet ist dafür, dass ein Techniker dort seine Beobachtungen anstellt." Die schlimmen Lebensbedingungen des psychisch Kranken innerhalb der Mauern der Anstalt sind der Grund sind für Verhaltensweisen wie Verzweiflung, Trauer, Protest.

Basaglia erklärt, das „es Goffman gelungen ist, trotz aller Klassifizierung und Kodifizierung, die rationale und menschliche Bedeutung der psychischen Erkrankungen zu entdecken, die im Innern der Institution zerstört wird, welche mit der Verwaltung des Irrationalen und Unmenschlichen beauftragt ist. Goffman zerstört das Bild des Kranken von dem man dachte, das dieser eine Krankheit hat, die zerstört und entmenschlicht. Goffman sagt, erklärt Basaglia, das „die traditionelle psychiatrische Institution nichts anderes ist als eine Gefängnisinstitution, die damit beauftragt ist, menschliche Existenz, welche die Gesellschaft stört, zu verwalten. Das psychiatrische Krankenhaus widmet sich also der Verwaltung des Sozialausschlusses, der Custodia. Es war die Psychiatrie, die, indem sie den Kranken für unheilbar und unverständlich befindet, eine einzige Möglichkeit der Annäherung vorgeschlagen hat: die der objektivierenden Natur (anti-therapeutisch per Essenz) in einer Beziehung, in der der zweite Pol in der Begegnung nicht existiert, wenn nicht als Objekt, welches in das generelle System einzufügen ist."

„Der politische Charakter der psychiatrischen Institution, der sich nicht auf wissenschaftlicher Neutralität gründet, kann nicht als ärztliches Modell dienen," sagt Goffman. Die traditionelle Psychiatrie repräsentiert die Werte einer dominierenden Gruppe oder Person.

Goffman identifiziert die Beziehung zwischen Psychiater und Krankem mit einer Begegnung in der Macht im Spiel ist, und erklärt, das diese so geartete Begegnung verantwortlich ist für die graduelle Zerstörung des Selbst des Kranken.

„Die Institution verdankt ihr Überleben der Tatsache, dass sie den Internierten, der in sie eingegliedert ist, jeder menschliche Rolle entkleidet," sagt Goffman. In diesem Zusammenhang ist die Objektivierung des Patienten selbst Ursprung von Rückbildung und Krankheit. „Die Institution fabriziert einen Kranken nach ihrem Bild" (Goffman). Der Psychiater verwaltet dieses Schicksal.

Goffman definiert die Art der Begegnung, die sich mit dem Eingesperrten ergibt als „eine Beziehung, die vereint, was sie vor dem Ausgeschlossenen ausschließt, welches die Funktion und die Bedeutung der Institution erklärt, beauftragt mit der Verwaltung des Ausschlusses. In diesem Sinne öffnet sich das Problem der sozialen Funktion der totalen Institutionen, beauftragt, unsere klarsten Widersprüche zu verwalten."

Franco Basaglia erklärt, dass „in der kapitalistischen Gesellschaft die Norm die Gesundheit, die Jugend, die Produktion ist, und das sich diese Gesellschaft auf der Ideologie der Fülle und des Überflusses gründet, um den Hunger zu verdecken. Dieser Hunger kann sich nicht brutal manifestieren als das, was er ist, sondern muss verschleiert werden und verdeckt werden mittels der Ideologien, die diesen von Mal zu Mal definieren als Laster, Krankheit, Rasse, Schuld. Eine solche Gesellschaft kann nicht genügend präventive oder assistenzielle Maßnahmen vorsehen. Man rettet, was leicht wiedergewonnen werden kann; der Rest wird abgewiesen mittels der Ideologie des Verlorenen, der Unverständlichkeit, der menschlichen Natur, auf deren Grund sich das Schloss des Vorurteils aufrichtet. Die Krankheit, das Alter, der Unfall sind Ausnahmen im Inneren einer Realität die sich der eigenen Widersprüche nicht annehmen kann und will. Die Widersprüche werden als etwas Gegebenes definiert. Basaglia fährt fort, dass „hier die Ideologie des „Guten" beginnt. Der Rest ist das Resultat eines Versagens, das wissenschaftliche und philosophische Erklärungen findet, durch eine Wissenschaft und eine Philosophie, die ihre Bindung zu der dominierenden Klasse maskiert und sich hinter der Mystifizierung der technischen Neutralität versteckt. Die Werte sind ein für alle Mal von der dominierenden Klasse und einer Wissenschaft, die diese verteidigt, festgelegt, aber nur wer nicht hat, fällt in die Sanktionen, die gedacht sind, jenen zu beherrschen und zu schwächen."

Basaglia fragt, „ob die Demaskierung dessen, was die institutionelle Aktion der Psychiater war, vor deren eigenen Augen offensichtlich macht, dass sie einfache Instrumente der sozialen Kontrolle sind, im Dienst des Systems das sie determiniert, oder bestimmen diese noch einmal in ihrer Qualität als Abgesandte der Macht, einen sozialen Ausschluss vor dem Hintergrund der Etikette der Krankheit? Ist es möglich unter diesen Umständen von Wissenschaft zu sprechen, wenn man nicht zuerst klärt, was die Politik dieser Wissenschaft ist?"

Nach Basaglia ist es das Leiden des Kranken, in einer unproblematischen, undialektischen Weise leben zu müssen, da die Mächte und die Grausamkeit der Realität oft unerträglich sind.

Basaglia erklärt, als er von der therapeutischen Gemeinschaft spricht, das es „der Typ von Beziehung ist, der sich im Innern dieser Gemeinschaft ergibt, der diese therapeutisch werden lässt, in dem Masse, in dem dieser die Dynamiken der Gewalt und des Sozialausschlusses, wie sie im Institut präsent sind, so wie in der gesamten Gesellschaft, zum Brennpunkt macht, und so die Möglichkeit für eine graduelle Bewusstseinsgewinnung schafft, was diese Gewalt und diesen Ausschluss anbetrifft."

Einige biografische Informationen:

Franco Basaglia wird am 11.März 1924 in Venedig geboren und stirbt am 29. August 1980 an einem Gehirntumor.

Nachdem er die klassische Maturität erlangt hat, schreibt er sich an der medizinischen Fakultät der Universität von Padua ein. In dieser Periode beginnt er Husserl, Heidegger, Sartre und Merleau-Ponty zu lesen.

1949 schließt er die Universitaet ab. 1953 spezialisiert er sich in Psychiatrie.

1961 geht er nach Gorizia, wo er die Direktion des psychiatrischen Krankenhauses übernimmt. Dort sieht er die Anstalt von innen, erschrocken von dem, was er sieht.

Basaglia nähert sich kulturell an Jaspers, Minkowski, Biswanger an, psychiatrischen Strömungen phänomenologischer und existenzieller Inspiration. Seine theoretischen Referenzen waren Sartre, vor allem was das Konzept der Freiheit anbetrifft, Foucault und Goffman für die Kritik an der psychiatrischen Institution.

In der Anstalt in Gorizia wurden damals 650 Patienten behandelt. Mit der Direktion Basaglias beginnt in dieser Institution eine wahre und wirkliche Revolution: er eliminiert alle Arten der physischen Fixierung und die Elektroschocktherapie, öffnet die Gitter und Türen.

1967 gibt Basaglia das Volumen „Cos'e la psichiatria?" heraus, 1968 veröffentlicht er „L'istituzione negata. Rapporto da un ospedale psichiatrico."

Im August 1971 wird er Direktor der Anstalt von Trieste, das „San Giovanni", indem sich fast tausendzweihundert Kranke befanden. Aber dieses Mal fühlt Basaglia die Notwendigkeit weiterzugehen als die Transformation des Lebens im Inneren des Krankenhauses: die Anstalt gehört für ihn geschlossen und an Stelle dieser soll ein Netzwerk von Strukturen außerhalb der Klinik errichtet werden.

1973 wird Trieste zur „Pilotenzone" für Italien ernannt in der Forschung der O.M.S. die Strukturen für die psychische Gesundheit anbetreffend. Im selben Jahr gründet Basaglia die Bewegung „Psichiatria Democratica".

Im Januar 1977, in einer überfüllten Pressekonferenz, verkünden Franco Basaglia und Michele Zanetti, Präsident der Provinz von Trieste, die Schließung des Krankenhauses San Giovanni im selben Jahr.

Im folgenden Jahr, am 13. Mai 1978 wird vom Parlament das Gesetz 180 der psychiatrischen Reform erlassen. Dies bedeutet die Schließung der Anstalt, aber löst nicht die große Besorgnis Basaglias, was die sozialen Beziehungen und die Gewalt des Systems anbetrifft.

Er wollte eine Veränderung des Systems, eine Erhebung der Gesellschaft, um den Menschen von den Überstrukturen der Macht, der Gewalt und dem Sozialausschluss, den Begrenzungen und Enden der Macht dieses Systems zu befreien.

Essenzielle Biografie:

„L'istituzione negata" - herausgegen von Franco Basaglia, Einaudi, Torino, 1968

„Scritti" vol.1: 1953-1968: Dalla psichiatria fenomenologica all'esperienza di Gorizia – F. Basaglia, Einaudi, Torino, 1981

„Scritti" vol.2: 1968-1980. Dall'apertura del manicomio alla nuova legge sull'assistenza psichiatrica – F.Basaglia, Einaudi, Torino

„Conferenze Brasiliane" - F.Basaglia, Raffällo Cortina, Milano, 2000

„Che cos'e la psichiatria?" - F.Basaglia, Baldini Castaldi Dalai,1997

„La maggioranza deviante" - F. Basaglia-F. Ongaro, Einaudi, Torino

„La violenza" - F. Basaglia – F.Fornari, Vallecchi.Forense, 1978

„Asylums" - Erwin Goffman, Einaudi, Torino, 1974

 

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